Besucherinnen aus dem Handwerk informieren sich über Kreislaufwirtschaft auf der Landesgartenschau
Wie aus Bio- und Grünabfällen hochwertiger Schaumburger Qualitätskompost entsteht und welche Chancen die Kreislaufwirtschaft für Unternehmen bietet, konnten Besucherinnen und Besucher am 15. und 16. Juni 2026 beim Zukunftsforum auf der Landesgartenschau in Bad Nenndorf erleben.

Als Einstieg in die Gespräche zur Kreislaufwirtschaft diente das Thema Kompost. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Landkreis Schaumburg mbH (aws) produziert am Standort Niedernwöhren-Wiehagen aus regionalen Bio- und Grünabfällen den zertifizierten „Schaumburger Qualitätskompost“. An vier Stationen konnten Interessierte den Entstehungsprozess nachvollziehen – von der Sammlung der Ausgangsstoffe bis zum fertigen Produkt. Eingesetzt wird der Kompost sowohl in privaten Gärten als auch im Garten- und Landschaftsbau und in der Landwirtschaft.
Der Höhepunkt war der Besuch von mehr als 40 Unternehmerinnen des Netzwerks K.O.N.E.K.T. – Treffpunkt für Frauen im Handwerk. In einem informativen Impulsvortrag erhielten die Unternehmerinnen Einblicke in die strategische Notwendigkeit der Ressourcen- und Kreislaufwirtschaft und die Vorteile eines nachhaltigen Umgangs mit Materialien und Rohstoffen in kleinen und mittleren Unternehmen.
In der Präsentation stellte das Projektteam der aws und der Handwerkskammer Hannover Projekt- und Servicegesellschaft mbH die entwickelten Praxistools des Zukunftsforums vor: Dazu zählen das Piktogramm-System PiA, die Material- und Rohstoffbörse, die Checkliste für nachhaltiges Abfallmanagement sowie die Sperrbildschirme mit nachhaltiger Botschaft. Diese Werkzeuge helfen Unternehmen dabei, Ressourcen effizienter einzusetzen, Abfälle zu reduzieren und Kreisläufe im Betrieb zu schließen.
Das Zukunftsforum Ressourcenwirtschaft präsentierte sich auf der Landesgartenschau als eines von vier Zukunftsforen der Zukunftsregion Weserbergland+ im Pavillon der Regionen. Mit dem Auftritt zeigte das Zukunftsforum anschaulich, wie Kreislaufwirtschaft in der Region bereits heute umgesetzt wird und welche Unterstützung Unternehmen auf ihrem Weg zu mehr Ressourceneffizienz erhalten können.





